Auf der ras­sis­ti­schen Face­book-Hetz­sei­te "Seli­gen­stadt ist bunt genug" pflegt man bekannt­lich deut­sche Tra­di­tio­nen. Des­halb setzt man schon seit den Anfän­gen mit "Wach­sa­mer Nach­bar Seli­gen­stadt und Umge­bung" auf Fake-Accounts mit einem NS-Hin­ter­grund als "Mei­nungs­ver­stär­ker", zum Het­zen und Denun­zie­ren und um die Bei­trä­ge auf der Sei­te nicht gänz­lich unkom­men­tiert und ein­sam ste­hen­zu­las­sen.

Das es sich bei nicht weni­gen Pro­fi­len und Kom­men­ta­ren um Namen von ver­stor­be­nen Natio­nal­so­zia­lis­ten han­delt, scheint jedoch kaum jemand zu inter­es­sie­ren, der die Sei­te, die Bei­trä­ge oder auch deren Kom­men­ta­re "lik­ed". Gleich­zei­tig wird von den Betrei­bern der Sei­te mit die­sem "Geden­ken" an Mas­sen­mör­der ein Nazi-Kult betrie­ben, wel­cher sehr deut­lich die Gesin­nung von Hei­ko T. und sei­nen Kom­pli­zen auf­zeigt.

Auch wer­den Freund­schafts­an­fra­gen von die­sen Fake-Accounts auf Face­book nicht sel­ten posi­tiv beant­wor­tet, eben­so wohl nicht aktiv hin­ter­fragt und so fin­det sich auf Face­book in man­chen Freund­schafts­lis­ten das eine oder ande­re SS oder SA-Mit­glied aus der NS-Zeit.

Jetzt stel­len sich natür­lich die Fra­gen

  • War­um wer­den Accounts mit Namen von Natio­nal­so­zia­lis­ten erstellt?
  • Wer hat die­se Accounts erstellt und betreibt die­se?
  • War­um wer­den sol­che Pro­fi­le als "Freun­de" hin­zu­ge­fügt?
  • War­um wird nicht hin­ter­fragt, wes­halb solch ein Pro­fil auf der Sei­te "Seli­gen­stadt ist bunt genug" diver­se Kom­men­ta­re schreibt und mit die­ser Het­ze, Lügen und Dif­fa­mie­run­gen die öffent­li­che Mei­nung anheizt?
  • Ist heut­zu­ta­ge jedes Mit­tel recht, damit diver­se "Mei­nun­gen" ver­brei­tet oder gepusht wer­den?
  • Sind nur die Seli­gen­städ­ter so dumm und fal­len auf solch eine bil­li­ge Fäl­schung rein?

Und war­um hin­ter­fragt noch nicht ein­mal Achim Stei­bert (CDU Seli­gen­stadt Frosch­hau­sen) die­ses selt­sa­me Trei­ben von Nazi-Pro­fi­len auf der Sei­te "Seli­gen­stadt ist bunt genug", auf der er ger­ne ab und zu selbst einen Kom­men­tar hin­ter­lässt. Eine Nach­fra­ge von ihm ist selbst dann nicht nötig, wenn sogar ein Fake-Account (hier: Wal­ter Flex) sei­nen Bei­trag "lik­ed" und direkt danach abwer­tend und offen­sicht­lich auch noch mit einer Lüge ant­wor­tet.

Eben­so beton­te sein Par­tei­freund Joa­chim Berg­mann bereits in der Ver­gan­gen­heit, dass er vie­le der "besorg­ten Bür­ger" kennt, die sich bei den Akti­vi­tä­ten von "Seli­gen­stadt ist bunt genug" auf dem Markt­platz in Seli­gen­stadt enga­gie­ren. Somit kön­ne man des­halb bei deren Akti­vi­tä­ten usw. kei­ne ras­sis­ti­schen oder rechts­ex­tre­men Ten­den­zen erken­nen. Wie blind gut­gläu­big muss man eigent­lich sein, um offe­nen Ras­sis­mus, Het­ze und Dif­fa­mie­run­gen nicht zu erken­nen?

Und was muss erst pas­sie­ren, damit man in Seli­gen­stadt erkennt und sieht, was direkt vor unse­rer Haus­tü­re vor sich geht und wie Bürger*innen von die­sen geis­ti­gen Brand­stif­tern offen ange­grif­fen, bedroht und gestalkt wer­den? Aktu­ell geschieht dies "nur" im Inter­net. Jedoch zeigt die gro­ße Poli­zei­prä­senz bei den Auf­mär­schen auf dem Markt­platz und vor der Redak­ti­on der Offen­bach-Post in Seli­gen­stadt, wie sogar die Poli­zei die Ver­ant­wort­li­chen von "Seli­gen­stadt ist bunt genug" und deren Mit­läu­fer ein­schätzt. Und das zu Recht.

Zur Erin­ne­rung:

Achim Stei­bert und Joa­chim Berg­mann sit­zen für die CDU als gewähl­te Stadt­ver­ord­ne­te und Ent­schei­der im Stadt­par­la­ment von Seli­gen­stadt!

Und schon vor und nach 1930 hat so man­cher "besorg­ter Bür­ger" sein wirk­li­ches Gesicht gezeigt. Und nur weni­ge haben es hin­ter­fragt. Kurz dar­auf konn­te es töd­lich aus­ge­hen, wenn man nach­frag­te. Wobei nach 1945 wie­der­um kaum jemand ein Anhän­ger oder Unter­stüt­zer der Natio­nal­so­zia­lis­ten gewe­sen sein will. Jedoch haben vie­le und gut davon pro­fi­tiert oder sich wohl­wol­lend arran­giert. Das scheint auch heu­te wie­der zu funk­tio­nie­ren. Was man sehr deut­lich auch in Seli­gen­stadt und der von Neo­Na­zis betrie­be­nen Face­book-Sei­te "Seli­gen­stadt ist bunt genug" sehen kann. Sogar mit den hier auf­ge­zeig­ten Namen der Natio­nal­so­zia­lis­ten und abscheu­li­chen Tätern von damals.

Neben­bei befin­den sich auch AfD-"Politiker" auf den Freun­des­lis­ten der Fake-Accounts. Wun­dern tut sich hier wohl auch nie­mand. Denn da kommt zusam­men, was zusam­men gehört.

Face­book-Accounts mit Namen von SS, SA oder NSDAP Mit­glie­dern

Die nach­fol­gen­den Face­book-Accounts wur­den von dem geis­ti­gen Brand­stif­ter und Neo­Na­zi Hei­ko T. und sei­nen Kom­pli­zen erstellt und zei­gen deut­lich deren Gesin­nung.
Rufin Wolnitza War ein Mit­glied der SA und hat­te 1932 eine Betei­li­gung am „poli­ti­schem Tot­schlag“ in Potem­pa. >> Screen­shots von Rufin Wolnitza.
Jakob Spren­ger war ein deut­scher natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Poli­ti­ker und Gau­lei­ter im Gau Hes­sen-Nas­sau. >> Screen­shots von Jakob Spren­ger.
Juli­an Plei­kers­hof, eigent­lich Juli­us Strei­cher. Er war Grün­der, Eigen­tü­mer und Her­aus­ge­ber des Hetz­blat­tes „Der Stür­mer“ und wohn­te u.a. auf dem Land­gut Plei­kers­hof bei Cadolz­burg. >> Screen­shots von Juli­an Plei­kers­hof.
Joa­chim Mey­er-Qua­de war ein deut­scher Poli­ti­ker (NSDAP) und SA-Füh­rer. >> Screen­shots von Joa­chim Mey­er-Qua­de.
Her­mann Juli­us Walt­her Rauff, auch Wal­ter Rauff (Her­mann-Juli­us Walt­her) war in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus Grup­pen­lei­ter im Reichs­si­cher­heits­haupt­amt (RSHA), maß­geb­lich am Ein­satz von Gas­wa­gen zur Ermor­dung von Juden und ande­ren Häft­lin­gen aus Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern betei­ligt und Chef eines Ein­satz­kom­man­dos im Nord­afri­ka­feld­zug. >> Screen­shots von Her­mann-Juli­us Walt­her.
Georg Boch­mann war ein hoch­ran­gi­ger Befehls­ha­ber der Waf­fen-SS, der die SS-Divi­si­on Götz von Ber­li­chin­gen und die SS-Divi­si­on Horst Wes­sel befeh­lig­te. >> Screen­shots von Georg Boch­mann.
Pál Malé­ter (Pal Male­ter) war ein unga­ri­scher Offi­zier und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. >> Screen­shots von Pal Male­ter.
Wil­ly Paul Franz Lages, auch Wil­li Lages (Wil­ly Paul Franz) war wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs SS-Sturm­bann­füh­rer. >> Screen­shots von Wil­ly Paul Franz.
Fritz Chris­ten war ein SS-Ober­schar­füh­rer der Waf­fen-SS im Zwei­ten Welt­krieg. >> Screen­shots von Fritz Chris­ten.
Roland Freis­ler (Ronald Freis­ler) war ein deut­scher Jurist, des­sen beruf­li­che Kar­rie­re in der Wei­ma­rer Repu­blik begann und im Ver­lauf der Dik­ta­tur des Natio­nal­so­zia­lis­mus zu ihrem Höhe­punkt gelang­te. Als einer der 15 Teil­neh­mer an der Wann­see­kon­fe­renz gehör­te er zu den maß­geb­li­chen Ver­ant­wort­li­chen für die Orga­ni­sa­ti­on des Holo­caust. Von August 1942 bis zu sei­nem Tod war Freis­ler Prä­si­dent des berüch­tig­ten Volks­ge­richts­ho­fes. >> Screen­shots von Ronald Freis­ler.
Gus­tav Will­haus (Franz Will­haus) war ein deut­scher SS-Ober­sturm­füh­rer und KZ-Kom­man­dant des Zwangs­ar­beits­la­gers Lem­berg-Janow­s­ka. >> Screen­shots von Franz Will­haus.
Hubert-Erwin Mei­er­dress trat am 1. April 1934 als Frei­wil­li­ger in die SS-Leib­stan­dar­te ein. >> Screen­shots von Hubert-Erwin Mei­er­dress.
Otto Ohlen­dorf (Otto Ohlen­do) war ein deut­scher Kriegs­ver­bre­cher, SS-Grup­pen­füh­rer und Gene­ral­leut­nant der Poli­zei, Befehls­ha­ber der Ein­satz­grup­pe D und Amts­chef (SD-Inland) im Reichs­si­cher­heits­haupt­amt (RSHA). >> Screen­shots von Otto Ohlen­do.
Wer­ner Möl­ders (Wer­ner Nöl­ders) war ein Offi­zier und Jagd­flie­ger der deut­schen Luft­waf­fe wäh­rend der NS-Zeit. >> Screen­shots von Wer­ner Nöl­ders.
Artur Phleps war ein rumä­nisch-deut­scher Offi­zier im Zwei­ten Welt­krieg. Seit 1941 war er Ange­hö­ri­ger der Waf­fen-SS, Korps­kom­man­deur im Rang eines SS-Ober­grup­pen­füh­rers und Gene­ral der Waf­fen-SS. >> Screen­shots von Artur Phleps.
Micha­el Witt­mann war ein deut­scher SS-Haupt­sturm­füh­rer der Waf­fen-SS. >> Screen­shots von Micha­el Witt­mann.
Robert Ley (Robert Lei) war im Rah­men sei­ner Posi­tio­nen als Reichs­lei­ter der NSDAP und Lei­ter des Ein­heits­ver­bands Deut­sche Arbeits­front einer der füh­ren­den Poli­ti­ker zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. >> Screen­shots von Robert Lei.
Hans-Adolf Prütz­mann war ein deut­scher Abge­ord­ne­ter der NSDAP im Reichs­tag, Preu­ßi­scher Staats­rat, Höhe­rer SS- und Poli­zei­füh­rer (HSSPF), SS-Ober­grup­pen­füh­rer und Gene­ral der Waf­fen-SS und Poli­zei. >> Screen­shots von Hans-Adolf Prütz­mann.

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Wei­te­re Infos zu: Ange­la P., Rufin Wolnitza

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